„Kostenschätzung“ = die vom Architekten zu erstellende Kostenschätzung! OLG Köln, Urteil vom 09.07.2025 – 11 U 59/24

Ist im geschlossene Architektenvertrag eine Honorarermittlung nach der HOAI geregelt und darüber hinaus, dass die vereinbarten Architektenleistungen nach der „Kostenschätzung“ abzurechnen sind, ergibt die Auslegung (vorliegend), dass damit nicht die im Vergabeverfahren vom Auftraggeber vorgelegte „Kostenschätzung“, sondern die von Architekten im Zuge der Leistungsphase 2 zu erstellende Kostenschätzung zu verstehen […]

2025-07-18T09:00:58+02:0018. Juli, 2025|

Zu den Anforderungen an ein Nachtragsangebot gemäß § 650b Abs. 1 S. 2 BGB  – OLG Celle, Urteil vom 14.05.2025 - 14 U 238/24

Das Vorliegen eines Nachtragsangebots nach § 650b Abs. 1 Satz 2 BGB setzt – über die Voraussetzungen der §§ 145 ff. BGB hinaus – voraus, dass der Besteller durch dieses in die Lage versetzt wird, die auf ihn im Fall einer Beauftragung zukommenden Zusatzkosten wenigstens annähernd abzuschätzen. Das Angebot muss zeitlich vor der Anordnung […]

2025-07-17T15:37:45+02:0017. Juli, 2025|

Schlechtleistung oder nachträgliche Reduzierung des Leistungsumfangs? – Kammergericht, Urteil vom 09.09.2022 – 21 U 1015/20

BGH, Beschluss vom 15.01.2025 – VII ZR 181/22 (Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen)

1. Wer sich auf nachträgliche Änderung des in einem schriftlichen Vertrag niedergelegten Leistungssolls durch eine (mündliche) Abrede beruft, muss diese beweisen.
2. Einer Vertragsurkunde kommt grundsätzlich die Vermutung der Richtigkeit und Vollständigkeit zu.

Was war passiert?

Ein Besteller beauftragte im Jahre 2006 einen Unternehmer […]

2025-06-25T11:30:09+02:0025. Juni, 2025|

Kein zeitliches Anordnungsrecht nach § 650b BGB! – so OLG Celle, Urteil vom 14.05.2025 – 14 U 238/24

Leistungsänderungen, die sich nicht auf die bautechnische Leistung (das sogenannte technische Bausoll), sondern lediglich auf die Bauumstände, etwa die Bauausführungszeit, beziehen, sind vom Anwendungsbereich des § 650b Abs. 1 Satz 1 BGB nicht erfasst.

Die Leitsätze des Urteils lauten:

1. § 650c Abs. 3 BGB ist – ebenso wie § 650d BGB […]

2025-06-25T11:23:11+02:0025. Juni, 2025|

Vor Baggerarbeiten auf einem Tiefgaragendach ist dessen Tragfähigkeit zu prüfen! – Kammergericht, Beschluss vom 19.02.2025 – 21 U 186/24

Ein mit Erdarbeiten beauftragter Auftragnehmer ist verpflichtet, sich über die Tragfähigkeit eines Tiefgaragendaches zu informieren, bevor er auf diesem Hohlkörper einen Minibagger einsetzt und dort zusätzlich beträchtlichen Erdaushub aufschüttet. Das Verkehrsschild „Feuerwehrzufahrt freihalten“ trifft keine Aussage dazu, auf welche Belastung eine Zufahrt ausgelegt ist.

2025-06-25T11:22:21+02:0025. Juni, 2025|

Bauwerksschäden nach Hangabrutsch: Haftungsaufteilung zwischen Planern/ Baugrundgutachter – OLG Naumburg, Urteil vom 10.03.2022 – 2 U 35/21

(BGH, Beschluss vom 20.11.2024 – VII ZR 65/22 (Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen)

Haben im Rahmen eines Bauvorhabens zur Sanierung eines Einfamilienhauses mit Lage an einem  Hang sowohl der Objektplaner, der Tragwerksplaner als auch der mit der Baugrunduntersuchung beauftragte Gutachter jeweils fahrlässig eine Pflichtverletzung begangen, die jeweils mitursächlich für die Beschädigung des Objekts […]

2025-06-07T08:22:46+02:007. Juni, 2025|
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