Die empfohlene Gründungsvariante muss zu den Bodenverhältnissen passen – OLG München, Urteil vom 27.01.2021 – 27 U 4417/19; BGH, Beschluss vom 26.01.2022 – VII ZR 197/21 (Nichtzulassungsbeschwerde zurückgewiesen)

Wieder einmal hat sich ein Gericht mit der Frage zu befassen gehabt, welche Beratungs- und Betreungspflichten ein Planer zu erfüllen hat. In den Leitsätzen des Urteils des OLG München vom 27.01.2021 – 27 U 4417/19 steht:

1. Wer mit der geologischen Beratung und Betreuung eines Bauvorhabens beauftragt ist, muss dem Auftraggeber […]

2022-12-01T22:53:59+02:0019. Oktober, 2022|

Aufforderung zur Mängelbeseitigung unwirksam, wenn planerische Vorgabe fehlt! – OLG Stuttgart, Urteil vom 30.11.2021 – 10 U 58/21

Bedarf eine Mängelbeseitigung einer planerischen Vorgabe des Auftraggebers, ist eine Aufforderung zur Mängelbeseitigung ohne diese planerische Vorgabe wirkungslos.

Die Parteien stritten über Pflichten zur Mängelbeseitigung im Zusammenhang mit vom Auftragnehmer erbrachten Arbeiten an einer Betonfertigteilfassade. Der Auftragnehmer war der Meinung, eine Mängelbeseitigung (Durchbiegungen von Betonlamellen) sei mit den vorgegebenen Maßen unmöglich, […]

2022-09-11T16:37:50+02:0011. September, 2022|

Risse wegen Planungs- und Ausführungsmängeln: Zur Haftung in Fällen der Doppelkausalität – OLG Stuttgart, Urteil vom 26.10.2021 – 10 U 336/20 

Immer wieder beschäftigt die Gerichte die Frage, wie die Haftung mehrerer Verantwortlicher (Planer und/ oder Bauüberwacher und/ oder Bauausführende) desselben Schadens zu bewerten ist. Im – schon etwas zurückliegenden – vorliegenden Fall war derselbe Schaden durch den Planer und den Bauunternehmer verursacht worden. Hierzu entschied das OLG Stuttgart:

1. Wird ein […]

2022-09-10T16:23:18+02:0010. September, 2022|

Bedenkenmitteilung schützt vor Verzugskündigung! – OLG Dresden, Urteil vom 29.06.2022 – 22 U 1689/20

1. Der Auftraggeber eines VOB-Vertrags kann dem Auftragnehmer den Auftrag entziehen, wenn der Auftragnehmer den Beginn der Ausführung verzögert oder mit der Vollendung in Verzug gerät und eine gesetzte angemessene Nachfrist zur Vertragserfüllung fruchtlos abgelaufen ist.
2. Der Auftragnehmer gerät nicht in Verzug, wenn er einer Weisung des Auftraggebers nicht folgt, […]

2022-08-29T21:14:39+02:0029. August, 2022|

Mehraufwand führt zu Wertsteigerung: Keine Haftung für höhere Baukosten! – OLG Frankfurt, Urteil vom 14.11.2019 – 15 U 85/19

1. Verletzt der Architekt seine Pflicht, die Planungsvorgaben des Auftraggebers zu den Herstellungskosten des Bauwerks bei der Erbringung der von ihm geschuldeten Leistungen zu beachten, haftet er dem Auftraggeber auf Schadenersatz wegen schuldhafter Überschreitung einer vereinbarten Bausumme.
2. Der Schaden bei Überschreitung einer mit dem Architekten vereinbarten Bausumme kann zwar in […]

2022-08-29T21:32:23+02:0029. August, 2022|

Achtung, Architekten: Verbindliche Zwischentermine auch ohne ausdrückliche Vereinbarung! – Kammergericht, Urteil vom 26.04.2022 – 21 U 1030/20

Einmal mehr wartet das Kammergericht mit einer pragmatischen Entscheidung zu einem Streit zwischen einem Bauherrn und „seinem“ Architekten auf.

Unter welchen Voraussetzungen kann ein Architekt mit einzelnen Teilen der Architektenleistung in Verzug geraten? Mit dieser Frage hatte sich das Kammergericht zu beschäftigen. Im Kern erkannte das Kammergericht folgendes:

 

1. Insbesondere bei einem Werk- […]

2023-03-30T14:31:07+02:0025. August, 2022|

HOAI-Aufstockungsverlangen ohne Erfolg, wenn es treuwidrig ist – OLG Celle, Urteil vom 27.04.2022 – 14 U 156/21 erschwert Honorarforderungen

In einem dem OLG Celle vorliegenden Sachverhalt wurde die Klage eines Ingenieurs auf Bezahlung der Mindestsätze der HOAI abgewiesen, weil sein Verlangen gegen das Gebot von Treu und Glauben verstoßen haben soll. In den Leitsätzen entschied das Gericht:

1. Eine Geltendmachung der Mindestsätze kann nach Treu und Glauben ausgeschlossen sein, wenn […]

2022-08-10T13:43:44+02:0010. August, 2022|

„Innerstaatliches Recht“ steht sogenannten HOAI-Aufstockungsverlangen nicht entgegen! – OLG Hamburg, Urteil vom 22.04.2022 – 8 U 78/19

Gute Nachrichten für Architekten. Haben diese mit ihrem Auftraggeber unterhalb der Mindestsätze der HOAI 2013 Honorar vereinbart, können sie die Differenz mittels Aufstockungsklage geltend machen.

Das OLG Hamburg urteilte im Sinne des klagenden Architekten:

1. Der Verstoß gegen die EU-Dienstleistungsrichtlinie führt unter unionsrechtlichen Gesichtspunkten nicht dazu, dass die HOAI 2013 im Verhältnis […]

2022-08-11T19:38:44+02:0021. Juli, 2022|

Eine zusätzliche Vergütung nach § 2 Abs. 5 VOB/B kann auch aus mittelbaren bauzeitlichen Auswirkungen wie etwa Gerätestillstand resultieren! – Anmerkungen zum Beschluss des BGH vom 23.03.2022 – VII ZR 191/21

Wieder einmal hatte sich der BGH mit dem seit langem für die Baupraxis wichtigen Thema „Stillstand von Baugeräten“ und damit verbunden der Frage beschäftigt, inwieweit Bauausführende hierfür finanziellen Ausgleich von ihrem Auftraggeber im Wege des § 2 Abs. 5 VOB/B bzw. § 2 Abs. 6 VOB/B fordern dürfen.

Die Position des […]

2022-07-21T17:27:08+02:0021. Juli, 2022|

Bedenken können gegenüber angestellten Bauüberwachern des Auftraggebers mitgeteilt werden – Anmerkungen zum Beschluss des OLG Köln vom 05.10.2021 - 16 U 55/21

Bedenken können gegenüber angestellten Bauüberwachern des Auftraggebers mitgeteilt werden, sollten sicherheitshalber aber direkt gegenüber dem Vertreter des Auftraggebers geäußert werden. Dies folgt einmal mehr aus der in diesem Zusammenhang ergangenen Rechtsprechung.

Grundsätzlich haben Auftragnehmer eines Bauvertrages Bedenken gemäß § 4 Abs. 3 VOB/B bzw. gegebenenfalls nach allgemeinen Recht gegenüber dem Auftraggeber […]

2022-07-21T17:24:19+02:0021. Juli, 2022|
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