{"id":5369,"date":"2016-01-22T16:54:18","date_gmt":"2016-01-22T14:54:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.md-ra.de\/?p=5369"},"modified":"2016-10-20T09:28:48","modified_gmt":"2016-10-20T07:28:48","slug":"vobb-2016-aenderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.md-ra.de\/?p=5369","title":{"rendered":"VOB\/B 2016 &#8211; \u00c4nderungen"},"content":{"rendered":"<p>Die \u00c4nderung der Vergabe- und Vertragsordnung f\u00fcr Bauleistungen Teil B (VOB\/B) sind wieder geringf\u00fcgig und eher redaktioneller Natur:<\/p>\n<p>1. In der \u00dcberschrift wird \u201eAusgabe 2012\u201c ersetzt durch \u201eAusgabe 2016\u201c.<br \/>\n2. In \u00a7 4 Absatz 7 Satz 3 und Absatz 8 Nummer 1 Satz 4 werden die W\u00f6rter \u201e\u2026 ihm nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Auftrag entziehe \u2026\u201c ersetzt durch \u201enach fruchtlosem Ablauf der Frist den Vertrag k\u00fcndigen werde\u201c.<br \/>\n3. \u00a7 4 Absatz 8 Nummer 3 wird wie folgt gefasst:<br \/>\n\u201e3. Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber die Nachunternehmer und deren Nachunternehmer ohne Aufforderung sp\u00e4testens bis zum Leistungsbeginn des Nachunternehmers mit Namen, gesetzlichen Vertretern und Kontaktdaten bekannt zu geben. Auf Verlangen des Auftraggebers hat der Auftragnehmer f\u00fcr seine Nachunternehmer Erkl\u00e4rungen und Nachweise zur Eignung vorzulegen.\u201c<br \/>\n4. In \u00a7 5 Absatz 4 werden die W\u00f6rter \u201e\u2026 ihm nach fruchtlosem Ablauf der Frist den Auftrag entziehe \u2026\u201c ersetzt durch \u201enach fruchtlosem Ablauf der Frist den Vertrag k\u00fcndigen werde\u201c.<br \/>\n5. In \u00a7 8 Absatz 3 Nummer 1 Satz 1 wird die Parenthese \u201e(Entziehung des Auftrags)\u201c gestrichen.<br \/>\n6. In \u00a7 8 Absatz 3 Nummer 1 Satz 2 sowie Nummer 2 Satz 1 und Satz 2 werden die W\u00f6rter \u201e\u2026 Entziehung des Auftrags\u2026\u201c ersetzt durch das Wort \u201eK\u00fcndigung\u201c.<br \/>\n7. \u00a7 8 Absatz 4 wird wie folgt gefasst:<br \/>\n\u201eDer Auftraggeber kann den Vertrag k\u00fcndigen,<br \/>\n1. wenn der Auftragnehmer aus Anlass der Vergabe eine Abrede getroffen hatte, die eine unzul\u00e4ssige Wettbewerbsbeschr\u00e4nkung darstellt. Absatz 3 Nummer 1 Satz 2 und Nummer 2 bis 4 gilt entsprechend.<br \/>\n2. sofern dieser im Anwendungsbereich des 4. Teils des GWB geschlossen wurde,<br \/>\na) wenn der Auftragnehmer wegen eines zwingenden Ausschlussgrundes zum Zeitpunkt des Zuschlags nicht h\u00e4tte beauftragt werden d\u00fcrfen. Absatz 3 Nummer 1 Satz 2 und Nummer 2 bis 4 gilt entsprechend.<br \/>\nb) bei wesentlicher \u00c4nderung des Vertrages oder bei Feststellung einer schweren Verletzung der Vertr\u00e4ge \u00fcber die Europ\u00e4ische Union und die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof. Die ausgef\u00fchrten Leistungen sind nach \u00a7 6 Absatz 5 abzurechnen. Etwaige Schadensersatzanspr\u00fcche der Parteien bleiben unber\u00fchrt. Die K\u00fcndigung ist innerhalb von 12 Werktagen nach Bekanntwerden des K\u00fcndigungsgrundes auszusprechen.\u201c<br \/>\n8. Nach \u00a7 8 Absatz 4 wird ein neuer Absatz 5 angef\u00fcgt:<br \/>\n\u201eSofern der Auftragnehmer die Leistung, ungeachtet des Anwendungsbereichs des 4. Teils des GWB, ganz oder teilweise an Nachunternehmer weitervergeben hat, steht auch ihm das K\u00fcndigungsrecht gem\u00e4\u00df Absatz 4 Nummer 2 Buchstabe b zu, wenn der ihn als Auftragnehmer verpflichtende Vertrag (Hauptauftrag) gem\u00e4\u00df Absatz 4 Nummer 2 Buchstabe b gek\u00fcndigt wurde. Entsprechendes gilt f\u00fcr jeden Auftraggeber der Nachunternehmerkette, sofern sein jeweiliger Auftraggeber den Vertrag gem\u00e4\u00df Satz 1 gek\u00fcndigt hat.\u201c<\/p>\n<p>Begr\u00fcndung der \u00c4nderungen:<\/p>\n<p>Im Zuge der Umsetzung der Richtlinie 2014\/24\/EU des Europ\u00e4ischen Parlamentes und des Rates vom 26. Februar 2014 \u00fcber die \u00f6ffentliche Auftragsvergabe in deutsches Recht hat der Deutsche Vergabe- und Vertragsausschuss f\u00fcr Bauleistungen (DVA) \u00c4nderungen der VOB\/B beschlossen, um neben der Umsetzung der vergaberechtlichen Vorschriften der Richtlinie 2014\/24\/EU in deutsches Vergaberecht auch die vertragsrechtlichen Vorschriften der Artikel 71 und 73 der Richtlinie 2014\/24\/EU in die VOB\/B aufzunehmen.<\/p>\n<ul>\n<li>Zu \u00a7 4 Absatz 8 Nummer 3 VOB\/B<br \/>\nDurch diese Neufassung werden die Regelung des Artikels 71 Absatz 5 Unterabsatz 1, 2, 3 und 4 Buchstabe b der Richtlinie 2014\/24\/EU in die VOB\/B aufgenommen.<\/li>\n<li>Zu \u00a7 8 Absatz 4 und 5 VOB\/B<br \/>\nDie \u00c4nderung von Absatz 4 folgt der Einf\u00fcgung des \u00a7 133 in das GWB, durch den Artikel 73 der Richtlinie 2014\/24\/EU umgesetzt wird. Die hier normierten neuen Gr\u00fcnde f\u00fcr eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung durch den Auftraggeber sowie die Rechtsfolgen einer solchen K\u00fcndigung hinsichtlich Verg\u00fctung und Schadensersatz werden in die VOB\/B aufgenommen<br \/>\nund in den bisherigen Katalog der K\u00fcndigungsgr\u00fcnde und -folgen des \u00a7 8 integriert. Der neue Absatz 5 erm\u00f6glicht es dem Auftragnehmer, auch seinen Nachunternehmer au\u00dferordentlich zu k\u00fcndigen,sobald der Auftraggeber den Hauptauftrag wegen einer wesentlichen Vertrags\u00e4nderung oder eines Vertragsverletzungsverfahrens vor dem EuGH gek\u00fcndigt hat, sofern auch zwischen Auftragnehmer und Nachunternehmer die VOB\/B und mithin ihr \u00a7 8 Absatz 5 vereinbart wurde. Auf diesem Wege bleibt der Auftragnehmer nicht auf die M\u00f6glichkeit<br \/>\nzur ordentlichen K\u00fcndigung seines Nachunternehmers mit der Rechtsfolge der vollen Werklohnverg\u00fctung des Nachunternehmers verwiesen. Dieselbe K\u00fcndigungsm\u00f6glichkeit soll im Rahmen einer Nachunternehmerkette mit jeweiliger Vereinbarung der VOB\/B allen folgenden Auftraggebern entsprechend zustehen.<\/li>\n<li>Zu \u00a7 4 Absatz 7, Absatz 8 Nummer 1, \u00a7 5 Absatz 4 und \u00a7 8 Absatz 3 und 4 VOB\/B<br \/>\nDurch diese rein redaktionelle \u00c4nderung der Begriffe \u201eEntziehung des Auftrags\u201c und \u201eAuftrag entziehen\u201c in \u201eK\u00fcndigung\u201c und \u201ek\u00fcndigen\u201c wird die VOB\/B f\u00fcr alle F\u00e4lle der K\u00fcndigung sprachlich vereinheitlicht. Die Verwendung unterschiedlicher Begrifflichkeiten hatte keine rechtliche Relevanz.<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00c4nderung der Vergabe- und Vertragsordnung f\u00fcr Bauleistungen Teil B (VOB\/B) sind wieder geringf\u00fcgig und eher redaktioneller Natur: 1. In der \u00dcberschrift wird \u201eAusgabe 2012\u201c ersetzt durch \u201eAusgabe 2016\u201c. 2. 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