{"id":4139,"date":"2013-01-01T16:58:55","date_gmt":"2013-01-01T14:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.md-ra.de\/?p=4139"},"modified":"2016-10-20T09:28:49","modified_gmt":"2016-10-20T07:28:49","slug":"rechtsreport-januar-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.md-ra.de\/?p=4139","title":{"rendered":"Rechtsreport Januar 2013"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4143\" alt=\"potsdamjanuar2013_klein\" src=\"https:\/\/www.md-ra.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/potsdamjanuar2013_klein.jpg\" width=\"960\" height=\"94\" srcset=\"https:\/\/www.md-ra.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/potsdamjanuar2013_klein-300x29.jpg 300w, https:\/\/www.md-ra.de\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/potsdamjanuar2013_klein.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p><strong>Themen<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Zur gesetzlich geschuldeten Sicherheitsleistung des Unternehmers<\/li>\n<li>Voraussetzungen und Folgen der Unwirksamkeit des Werkvertrages wegen inhaltlicher Unbestimmtheit<\/li>\n<li>Pr\u00fcfung\/Hinweispflicht bei erkennbar hohen Qualit\u00e4tserwartungen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Zur gesetzlich geschuldeten Sicherheitsleistung des Unternehmers<\/h3>\n<p>BGH, 8.11.2012 VII ZR 191\/12<\/p>\n<p>Eine in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen eines Unternehmers enthaltene Klausel, die isoliert die F\u00e4lligkeit und die H\u00f6he der ersten Abschlagszahlung in einem Werkvertrag mit einem Verbraucher \u00fcber die Errichtung oder den Umbau eines Hauses regelt (hier: 7% der Auftragssumme nach Fertigstellung des ersten Entwurfs), ohne auf die nach \u00a7 632a Abs. 3 BGB gesetzlich geschuldete Sicherheitsleistung des Unternehmers einzugehen, ist unwirksam.<\/p>\n<p>Dies kann den Verbraucher n\u00e4mlich von der Geltendmachung seines Rechts auf diese Sicherheitsleistung abhalten.<\/p>\n<p>BGB \u00a7 307 Abs 1, \u00a7 632a Abs 3<\/p>\n<h3>Voraussetzungen und Folgen der Unwirksamkeit des Werkvertrages wegen\u00a0inhaltlicher Unbestimmtheit<\/h3>\n<p>OLG M\u00fcnchen, 12.04.2011, 9 U 4323\/09<\/p>\n<p>Ein Vertrag \u00fcber die Durchf\u00fchrung von Baureinigungsarbeiten auf einer Gro\u00dfbaustelle f\u00fcr ein Deluxe Hotel ist nicht wirksam zustande genommen, wenn eine hinreichend bestimmte Einigung \u00fcber die wesentliche Vertragsbestandteile fehlt, weil insbesondere die von den Unternehmer zu erbringende Leistung nicht hinreichend bestimmt ist, da eine Leistungsbeschreibung nicht existiert und zum Vertragsinhalt nur auf ein Verhandlungsprotokoll anl\u00e4sslich einer Baubegehung verwiesen wird, das seinerseits auch keine Leistungsbeschreibung enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Vollziehen die Parteien den Vertrag, kann der Unternehmer die \u00fcbliche Verg\u00fctung verlangen.<\/p>\n<p>BGB \u00a7 155, \u00a7 631, \u00a7 812 Abs 1 S 1 Alt 1, \u00a7 818 Abs 2<\/p>\n<h3>Pr\u00fcfung\/Hinweispflicht bei erkennbar hohen Qualit\u00e4tserwartungen<\/h3>\n<p>OLG Hamm, 08.05.2012, 21 U 89\/11<\/p>\n<p>Will der Auftraggeber auf dem Boden von K\u00fcche und Bad seiner Luxuswohnung hochwertige Natursteinplatten verlegen lassen, hat also eine erkennbare hohe Qualit\u00e4tserwartung an die Ausf\u00fchrung der Verlegearbeit, so ist der Auftragnehmer als Fachunternehmer zur umfassenden Beratung \u00fcber die verschiedenen M\u00f6glichkeiten der Verlegung verpflichtet.<\/p>\n<p>Deswegen hat\u00a0er den\u00a0Auftraggeber darauf hinzuweisen, dass die bei einer \u00fcblichen Verlegung entstehenden &#8211; nach der DIN zul\u00e4ssigen Toleranzen &#8211; bei Kalibrierung der Platten unterschritten werden, und die Verlegequalit\u00e4t deutlich verbessert werden kann.<\/p>\n<p>Werden auf Grund der unterlassenen Beratung \u00fcber die M\u00f6glichkeit der Kalibrierung die Natursteine mit den \u00fcblichen Toleranzwerten verlegt, so ist der Auftragnehmer zum Schadensersatz in H\u00f6he der Kosten einer Neuverlegung verpflichtet, und zwar auch dann, wenn der tats\u00e4chlich verlegte Boden mangelfrei war.<\/p>\n<p>BGB \u00a7 280 Abs 1, \u00a7 311 Abs 2, \u00a7 634 Nr 2, \u00a7 637<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Themen Zur gesetzlich geschuldeten Sicherheitsleistung des Unternehmers Voraussetzungen und Folgen der Unwirksamkeit des Werkvertrages wegen inhaltlicher Unbestimmtheit Pr\u00fcfung\/Hinweispflicht bei erkennbar hohen Qualit\u00e4tserwartungen Zur gesetzlich geschuldeten Sicherheitsleistung des Unternehmers BGH, 8.11.2012 VII ZR 191\/12 Eine in den Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen eines Unternehmers enthaltene Klausel, die isoliert die F\u00e4lligkeit und die H\u00f6he der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[55,63,62],"class_list":["post-4139","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-rechtsreport","tag-hinweispflicht","tag-sicherheitsleistung","tag-werkvertrag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4139","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4139"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4139\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.md-ra.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}